Messung vorbereiten

Einleitung:
Eine aussagekräftige Messung beginnt mit einem eindeutig definierten Ausgangszustand. Bevor Sie den ersten Messzyklus starten, werden deshalb Heizkreise, Raumtemperaturen und einige grundlegende Betriebsdaten der Heizungsanlage erfasst.

Heizkreise nummerieren und Räumen zuordnen

Kreis 01 → Wohnzimmer usw. Diese Zuordnung bleibt über die gesamte Saison bestehen.

Heizkreise vollständig öffnen

Hier erklären wir unser wichtiges Ausgangsprinzip: vorhandene Voreinstellungen öffnen, zunächst maximal möglichen Durchfluss zulassen und später nur überversorgte Kreise drosseln. Dadurch erhöhen wir den hydraulischen Gesamtwiderstand nur dort, wo es tatsächlich erforderlich ist.

Gewünschte Raumtemperaturen einstellen

Nicht überall 20 °C erzwingen. Jeder Raum bekommt seine übliche Wunschtemperatur. Während eines Messzyklus dürfen diese Sollwerte nicht verändert werden.

Betriebsstundenzähler ablesen

Nur Kreisnummer und aktueller Zählerstand werden benötigt. Der Nutzer muss den Volumenstrom des einzelnen Heizkreises nicht kennen.

Betriebsdaten der Heizung erfassen

Hier kommen unsere Kopfwerte aus dem Logbuch:

Tvl – Vorlauftemperatur
Trl – Rücklauftemperatur
V – Gesamtvolumenstrom aus dem Pumpenmenü
Außentemperatur
ggf. Raumtemperaturen

Einen geeigneten Messzeitraum wählen

Messzyklus 2–3 Tage. Möglichst eine Phase mit annähernd vergleichbaren Außentemperaturen wählen. Keine außergewöhnlichen Eingriffe in den Heizbetrieb während des Zyklus.

Ausgangszustand dokumentieren

Damit spätere Veränderungen nachvollziehbar bleiben, kommt alles ins Saison-Logbuch.